“Ich fotografiere nicht nur dich und deinen Hund...
ICH FOTOGRAFIERE, WAS ER DIR BEDEUTET!”
Hallo, ich bin Anika.
Ich könnte euch jetzt erzählen, ich hätte mein Hobby zum Beruf gemacht.
Das Problem ist nur: Das stimmt einfach nicht.
Fotografieren hat mich früher nämlich überhaupt nicht interessiert. Nicht als Kind. Nicht als Jugendliche. Ich habe auch nicht schon mit zwölf meine erste Kamera geschenkt bekommen. Meine erste Kamera hatte ich erst mit 25 – und ich hatte absolut keine Ahnung.
Was mich allerdings schon immer interessiert hat, waren Hunde.
Wobei… “interessiert” ist eigentlich das falsche Wort.
ICH WAR SCHON IMMER KOMPLETT VERRÜCKT NACH HUNDEN!
Als Kind schlief ich lieber im Hundekörbchen, als in meinem eigenen Bett. Ich habe mir einen Zahn ausgeschlagen, weil ich mich beim Anblick eines Hundes so gefreut habe, dass ich mir vor lauter Freude auf die Zähne gebissen habe. Bis heute schmeiße ich mich als Erste auf den Boden, wenn ich nach Hause komme und freue mich wahrscheinlich mindestens genauso sehr wie meine beiden Hunde.
Ich weine bei jedem Reel, in dem es um den Abschied eines Hundes geht.
Und ich liebe meine Hunde manchmal so sehr, dass mir das selbst ein bisschen Angst macht.
Und ich glaube… nein – Ich weiß.
Genau das ist der Grund, warum ich fotografiere.
Nicht, weil ich Fotografie so liebe.
SONDERN, WEIL ICH HUNDE SO LIEBE!
Und eigentlich ist das auch nur die halbe Wahrheit.
Denn ohne Pebbles gäbe es Fellfreundschaften wahrscheinlich gar nicht.
2010 bekam ich meinen Cocker Spaniel aus dem Tierschutz.
Bis heute ist sie mein Seelenhund. Und ich glaube, es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke.
Sie hat mir gezeigt, dass das Leben mit Hund nicht immer einfach ist. Dass man Geduld braucht. Dass man sich Sorgen macht. Dass man manchmal verzweifelt. Und dass man trotzdem keinen einzigen Tag anders haben möchte.
2011 durfte Pebbles dann bei einem Fotoshooting für eine Postkartenkollektion mitmachen. Bis dahin hatte ich mit Fotografie wirklich so gar nichts am Hut.
Wir standen also in einem Fotostudio. Ganz klassisch. Weißer Hintergrund, schwarzer Hintergrund, überall Blitze und Lichter. Also wirklich überhaupt nicht das, was ich heute selbst mache. Und trotzdem ist an diesem Tag irgendetwas passiert.
Zum ersten Mal habe ich gesehen, wie es sich anfühlt, Erinnerungen an den eigenen Hund festhalten zu können.
Ich weiß noch genau, wie aufgeregt und voller Vorfreude ich war, die Bilder endlich zu bekommen.
DAS WOLLTE ICH AUCH KÖNNEN. Gesagt – Getan.
Zuhause ging es los. ich googelte Stundenlang. Wahrscheinlich tagelang. Ich habe die Hälfte überhaupt nicht verstanden, aber das war mir völlig egal.
Ein paar Tage und ziemlich viele YouTube-Videos später bin ich losgefahren und habe mir meine erste Spiegelreflexkamera gekauft.
Tatsächlich auf Pump, weil ich sie mir damals einfach überhaupt nicht leisten konnte.
Rückblickend war das wahrscheinlich nicht die vernünftigste Entscheidung meines Lebens.
ABER DEFINITIV DIE BESTE!
Denn genau da haben die ersten Schritte von Fellfreundschaften angefangen.
Und wisst ihr, was das Verrückte daran ist?
Ich habe mich damals nicht in die Fotografie verliebt.
Ich habe mich in die Möglichkeit verliebt, Erinnerungen an meinen Hund für immer festhalten zu können.
Und ehrlich gesagt hat sich daran bis heute nichts geändert…



