Wie Fellfreundschaften entstand…

 

oder besser gesagt, wie ich zu mir selbst und der Hundefotografie fand

 

Irgendwas mit Tieren! Dann vielleicht Tierarzt, sonst gibt es ja nicht viel. Schauen wir mal. Ein Praktikum später und ein Entschluss, dass dauert mir alles zu lange und weg von zu Hause ist keine Option. Dann irgendwas mit Einrichtung, vielleicht Innenarchitektur. Nach zwei Monaten Praktikum richtig die Nase voll und auch gar keinen Bock auf das lange Studium. Deine Eltern sind doch kreativ, Kommunikationsdesign! Joaaaaa, kreativ sein müssen und dürfen, zwei paar Schuhe. Lass mal lieber. Du malst doch gut und deine beste Freundin studiert in Landau?! Dann machste Grundschule und hast viel frei. Zwei Semester und wieder Leere in meinem Kopf und meinem Lebenslauf.

Mittlerweile war ich 20 und wusste mal so gar nichts mit mir anzufangen. Schüchtern, wenig selbstbewusst und nicht aufs Leben vorbereitet, wie mir schien, jobbte ich notgedrungen in einem Fitness Studio. Eigentlich nur als Übergang, um doch wieder den Plan des Tierarztes zu verfolgen. Denn Tiere und insbesondere Hunde, waren immer schon mein ganzes Leben.
Ich wuchs auf mit zwei Hunden, zwei Kaninchen und einem eigenen Pferd. Quasi ein ganzer Bauernhof.
Doch selbst nach der Zusage hielt mich etwas davon ab und ich blieb im Fitness Studio hängen. Vier ganze Jahre lang!

Ich machte dort eine Ausbildung zur Sport und Fitness Kauffrau, arbeitet nach der Ausbildung im Büro, um dann als Assistentin der Geschäftsleitung bei einer Spedition anzufangen. Zwei Recht konträre Gebiete muss man ehrlich sagen. Doch ich erledigte immer alles, was man mir eben so gab. Ich hatte keine Ahnung, was meine Talente so sind, welche Vorlieben ich haben könnte. Ich wollte arbeiten und um 16.00 Uhr Feierabend haben. Ohne viel Kopfkino.

Von da ging es weiter in eine Maschinenbau Firma. Einkauf und die Erkenntnis, ich mache nie nie wieder Einkauf. Ziemlich mit den Nerven runter, weil ich dort #mobbing erfahren durfte, war ich erstmal arbeitslos. Mein Selbstvertrauen komplett im Keller und ohne Perspektive. Alles was ich hatte, war die Fotoapparat, den ich mir zufällig mal kaufte und ein unbändiges. Vertrauen darin, dass sich alles schon fügen würde. Ein neuer Job? Nicht vorstellbar! Bei der Frage nach meinen Fähigkeiten, hätte ich sofort zu weinen angefangen und zugegeben, eigentlich gar Nichts zu können. Ganze sechs Monate und eine Verhaltenstherapie später saß ich da, beim Vorstellungsgespräch. Das Wasser stand mir bis zum Hals und ich wusste, die kleinste Frage bringt das Kartenhaus zum einstürzen.
„Hallo Frau Lauer und willkommen zum Vorstellungsgespräch“
Meine Hände Schweiß nass, mein Puls auf 200. „Ich schaue mal über ihren Lebenslauf.” Ich glaube ich hörte kurz auf zu Atmen.

„Ahhhh sie fotografieren, da habe ich mal eine Frage…“
Und das war es dann, meine Rettung und mein neuer Job. Drei Jahre durfte ich mich dort gesund pflegen und die wohl besten Kollegen der Welt haben. Ein Job im Stahl- und Blechbau, Vertrieb. Und der somit vierte Job mit Ende 20 und „nur“ einer Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau.

Doch was soll ich euch sagen. Heute ist alles vergessen, die Wunden geheilt und mein Leben könnte schöner nicht sein.
#fellfreundschaften ist quasi mein Herz auf Bildern, mein ganzes Leben und viel mehr als ein Beruf. Ich habe aus all diesen Erfahrungen gelernt und weiß heute ganz genau, wer ich bin, mit all den Ecken und Kanten. Eines war ich tatsächlich von Anfang an, ehrgeizig! Und das kannte ich von mir so überhaupt nicht. Doch die Fotografie, sie packte mich. Der Termin damals mit Pebbles beim Fotografen, der war wie ein Schicksalsschlag und veränderte alles. Menschlich habe ich viel über mich gelernt und auf einmal bin ich so ganz anders, als ich immer dachte. Ich brenne für meinen Beruf als Hundefotografin, ich bin hungrig und voller Energie. Ein 9 to 5 Job, undenkbar heute. Das ganze Feuer in mir, das muss ja auch irgendwo hin. Die 20 jährige Anika würde wohl niemals glauben, was aus ihr so geworden ist.

Was ich damit sagen will? Nicht alles ist immer gleich perfekt, auch bei mir nicht. Manche Dinge brauchen Zeit. Verliert nie die Hoffnung und kämpft für eure Sache. Ich kann ehrlich sagen, ich habe mich gefunden, komplett. Auch das hat innerhalb der Fotografie ganze acht Jahre gedauert. Ging also auch nicht von heute auf Morgen. Aber Gott sei dank noch Recht früh. Andere brauchen dafür viel länger. Glaubt an euch, lernt und am meisten über euch selbst. Wie heißt das so schön.

AM ENDE WIRD ALLES GUT. UND IST ES NICHT GUT, IST ES NICHT DAS ENDE!!!!!!!!

 

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